Vorsorgevollmacht

Wer soll im Ernstfall für mich entscheiden?

Jeder Mensch, der die Antwort auf die Frage „Wer soll im Ernstfall für mich entscheiden?“ nicht dem Staat überlassen will, sollte eine Vorsorgevollmacht errichten.

Inhalte einer Vorsorgenvollmacht

In einer Vorsorgevollmacht wird für den Fall des Verlustes der Geschäftsfähigkeit, der Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder der Äußerungsfähigkeit ein Bevollmächtigter bestimmt, der dann für den Betroffenen entscheiden darf.

Möglich ist die Beschränkung auf bestimmte Entscheidungen, die Bevollmächtigung mehrerer Personen oder die Festlegung einer Aufgabenverteilung. So könnte man z.B. einer Vertrauensperson, die gut mit Geld umgehen kann, alle Finanzangelegenheit anvertrauen, und einer anderen Vertrauensperson die Entscheidungsgewalt in medizinischen Fragen übertragen.

Natürlich können den Bevollmächtigten auch Anweisungen mit auf den Weg gegeben werden. Zudem können die Wünsche und Vorstellungen des Betroffenen zur Gestaltung seiner Zukunft in eine Vorsorgevollmacht aufgenommen werden, wie z.B. Art und Umfang von Pflegeleistungen, Heimaufenthalten, medizinischer Versorgung oder Freizeitgestaltung.

Wer benötigt eine Vorsorgevollmacht?

Das Thema Vorsorgevollmacht betrifft nicht nur Menschen mit Krankheiten wie Alzheimer und Demenz, denen mit fortschreitender Entwicklung die Entscheidungsfähigkeit droht. Auch junge Menschen können nach einem Unfall vorübergehend oder für immer vom Verlust der Entscheidungsfähigkeit betroffen sein.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Vorsorgevollmacht?

Vorsorgevollmachten, Patientenverfügungen und Testamente haben eines gemeinsam: Alle drei werden jeweils nur an einem bestimmten Tag benötigt. Wer den Tag verpasst, kann das nicht mehr ändern.

Die Errichtung einer Vorsorgevollmacht kann nur erfolgen, solange die Entscheidungsfähigkeit nicht beispielsweise durch einen unvorhersehbaren Unfall genommen wurde. Wer selbst regeln will, wer im Ernstfall entscheiden soll, regelt dies folglich am Besten sofort.

Errichtung einer Vorsorgevollmacht

Unsere Rechtsanwaltskanzlei wickelt alle drei Schritte zur Errichtung einer Vorsorgevollmacht ab.

Sicherheit ist bei einem so wichtigen Schritt oberstes Gebot. In einem anwaltlichen Aufklärungsgespräch erklären wir alle Folgen einer Vorsorgevollmacht und besprechen gemeinsam die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten.

Erst danach erfolgt die eigentliche Errichtung der Vorsorgevollmacht. Vor der Unterzeichnung wird diese nochmals im Detail erörtert.

Nach der Unterzeichnung registrieren wir die Vorsorgevollmacht im ÖZVV, dem Österreichischen Zentralen Vertretungsregister. Die Registrierung stellt sicher, dass die Vorsorgevollmacht im Fall des Verlustes der Geschäftsfähigkeit, der Einsichts- und Urteilsfähigkeit oder der Äußerungsfähigkeit sofort gefunden wird.

Widerruf einer Vorsorgevollmacht

Eine erteilte Vorsorgevollmacht kann vom Betroffenen natürlich jederzeit, formlos und ohne Begründung widerrufen werden. Auch nach dem Eintritt des Vorsorgefalles, z.B. Verlust der Geschäftsfähigkeit, ist ein Widerruf möglich. Der Widerruf wird von uns ebenso wie die Vorsorgevollmacht selbst im ÖZVV, dem Österreichischen Zentralen Vertretungsregister, registriert.

MACHEN SIE ES VON ANFANG AN RICHTIG - LASSEN SIE SICH BERATEN.

Zur Inanspruchnahme der anwaltlichen Erstberatung vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Rechtsanwaltskanzlei: +43 (662) 62 33 23.

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